Paradigm Change in Pentateuchal Research


Buchhinweis

Armgardt, Matthias / Kilchör, Benjamin / Zehnder, Markus (Hg.)
Paradigm Change in Pentateuchal Research
Beihefte zur Zeitschrift für altorientalische und biblische Rechtsgeschichte 22
366 S.; 86 €, Harrassowitz 2019

Dieser Band versammelt die ursprünglich an der gleichnamigen Pentateuchtagung, die im März 2017 an der STH Basel stattfand, gehaltenen Vorträge.  Diese zeigen die Notwendigkeit für einen Paradigmenwechsel in der Pentateuchforschung aus verschiedenen Gründen auf. Es ist heute allgemein anerkannt, dass das alte Paradigma, das in seiner klassischen Gestalt in Julius Wellhausens «Prolegomena zur Geschichte Israel» (1878) formuliert wurde, nicht länger eine dominierende Stellung in der Rekonstruktion der Entstehung und Struktur des Pentateuchs beanspruchen kann. Während die Beiträge in diesem Band nicht beanspruchen, dass nur in einer spezifischen Richtung ein neues Paradigma gefunden werden kann, machen sie doch deutlich, dass für die künfige Diskussion empirische Methoden eine wichtige Rolle spielen werden anstelle von subjektiven Kriterien und Ansätzen, die der kulturellen Welt des alten Vorderen Orients fremd sind.

Die Autoren dieser Beiträge repräsentieren verschiedene Hintergründe, nicht nur geografisch und theologisch, sondern besonders auch mit Blick auf ihre Fachgebiete: Neben den Bibelwissenschaften sind auch die Altorientalistik, die Rechtsgeschichte und die Linguistik vertreten. Manche der Beiträge adressieren methodische Fragen auf explizite und detaillierte Weise, während andere stärker die Analyse spezifischer Texte in den Blick nehmen. Eine Mehrheit der Beiträge zeigt überzeugend, dass der Pentateuch (gegen den heutigen Trend) im Wesentlichen in der vorexilischen Zeit datiert werden kann. Die Sprache des ganzen Bandes ist Englisch.

(Quelle: sthbasel.ch)